Leistung

Brandursachen­ermittlung

Die Feststellung, wo ein Brand ausgebrochen ist und wodurch er entzündet wurde — nachvollziehbar hergeleitet aus der Spurenlage, nicht aus dem ersten Eindruck.

Hypothesen prüfen, nicht raten

Die Gutachtenerstellung erfolgt nach einer systematischen, hypothesenbasierten Untersuchungsmethodik. Ausgangspunkt ist die umfassende Dokumentation und Bewertung des Schadenbildes sowie die Eingrenzung des Brandausbruchsbereiches anhand objektiver Brandspuren und technischer Befunde.

Mögliche Brandursachen werden anschließend im Eliminationsverfahren überprüft. Hierbei werden technische Defekte, elektrische Betriebsmittel, thermische Einwirkungen, menschliches Handeln und weitere denkbare Zündquellen anhand der vorliegenden Spuren, Untersuchungen und bekannten Abläufe bewertet und — soweit möglich — ausgeschlossen.

Erforderlichenfalls werden ergänzende Untersuchungsmethoden wie Mikroskopie, Bauteiluntersuchungen, Röntgenuntersuchungen oder technische Vergleichsprüfungen eingesetzt.

Die abschließende Bewertung erfolgt ausschließlich auf Grundlage der nachvollziehbaren Befundlage. Im Gutachten werden Befund, technische Bewertung und Schlussfolgerung klar voneinander getrennt und alternative Hypothesen transparent gewürdigt.

Warum das vor Gericht zählt

Ein Gutachten wird im Verfahren angegriffen. Es hält nur, wenn jeder Schritt von der Spur bis zum Ergebnis nachvollziehbar dokumentiert ist und die Gegenseite ihn überprüfen kann. Genau dafür ist die Methodik da.

Typische Fragestellungen

  • Wo ist der Brand ausgebrochen?
  • Welche Zündquelle kommt in Betracht, welche scheidet aus?
  • Liegt ein technischer Defekt vor — und an welchem Bauteil?
  • Gibt es Hinweise auf Brandstiftung oder auf Brandbeschleuniger?
  • War eine Schutzeinrichtung wirksam, oder hat sie versagt?
  • Hätte der Schaden bei ordnungsgemäßer Installation oder Wartung verhindert werden können?
  • Ist der behauptete Brandverlauf mit dem Schadensbild vereinbar?

Typische Schadensfälle

  • Bränden in Wohn- und Geschäftsgebäuden
  • Bränden in Landwirtschaft und Gewerbebetrieben
  • Fahrzeug- und Maschinenbränden
  • Bränden an Elektroinstallationen und Geräten
  • Photovoltaik- und Batteriespeicherbränden
  • Explosionsereignissen, insbesondere Gas und Stäube

Technik

Was am Brandort zum Einsatz kommt

Technik ersetzt die Beurteilung nicht — sie sichert den Zustand, bevor er verloren geht, und macht ihn überprüfbar. Eine Brandstelle wird geräumt, oft innerhalb weniger Tage. Was nicht dokumentiert ist, ist danach nicht mehr da.

Deshalb der wichtigste Rat vorweg: Rufen Sie an, bevor aufgeräumt wird. Auch wenn noch offen ist, ob ein Gutachten beauftragt wird.

Luftbild einer ausgebrannten Gebäudeecke, Dachstuhl vollständig eingestürzt
Luftbild aus der Drohne: Ein eingestürzter Dachstuhl lässt sich vom Boden aus nicht dokumentieren — von oben liegt die Struktur offen.
  • 3-D-LaserscanMaßhaltige Aufnahme der gesamten Brandstelle. Der Zustand bleibt reproduzierbar, auch Jahre später und auch dann, wenn das Gebäude längst abgetragen ist.
  • DrohnenbefliegungLuftbilder von Dachflächen, Brandausbreitung und Umfeld — auch dort, wo das Betreten zu gefährlich wäre. Betrieb mit Fernpilotenzeugnis der Kategorie A2.
  • Forensische Untersuchung und LaboranalytikSicherung, Dokumentation und fachliche Bewertung von Asservaten; bei Bedarf weiterführende Laboruntersuchungen, etwa auf brandfördernde Flüssigkeiten.
  • Elektrotechnische BefundungBeurteilung von Installation, Geräten und Schutzeinrichtungen als mögliche Zündquelle, gestützt auf eine elektrotechnische Zusatzqualifikation.
  • Mikroskopie und BauteiluntersuchungBefundung einzelner Bauteile bis in den Bereich, in dem sich Fehlerbilder von Brandfolgeschäden unterscheiden lassen.
  • Röntgenuntersuchung und VergleichsprüfungZerstörungsfreie Prüfung im Inneren von Bauteilen; Gegenüberstellung mit baugleichen, unbeschädigten Exemplaren.

Einsatzgebiet

Österreich und Bayern

Ich arbeite im gesamten österreichischen Bundesgebiet und in ganz Bayern. Die beiden Standorte Mattsee und Traunstein liegen dabei so, dass der Salzburger Zentralraum und der südostbayerische Raum besonders rasch erreichbar sind — eine Beauftragung ist aber nicht auf diese Region beschränkt.

Für grenzüberschreitende Schadensfälle ist das praktisch: ein Ansprechpartner auf beiden Seiten der Grenze, ein Befund, keine zwei Gutachten mit möglicherweise abweichenden Feststellungen.

Bei größerer Entfernung klären wir im Erstgespräch, ob Anfahrt und Aufwand in einem sinnvollen Verhältnis zur Fragestellung stehen. Häufig lässt sich das in wenigen Minuten beantworten.

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